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Fräulein Mucki ……. und die Siams
von Erna Görtz

Es war der 26.März 2004, so am Nachmittag als mich Gabriela anrief.
"Wir müssen morgen in Zollstock in die Wohnung einer Verstorbenen 4 Katzen holen - aber alles ist überbelegt. Die Pflegestellen sind dicht, auch Elke total überfüllt und im Tierheim Dellbrück kann auch nichts mehr aufgenommen werden - kannst du nicht (wie immer nur) vorübergehend wenigstens 3 Siam-Katzen aufnehmen? Bei der vierten Katze handelt sich es um einen älteres Tier. Vielleicht bekomme ich sie noch irgendwo anders untergebracht.“

Na ja, Rolf und ich meinten diesmal ist es ja wirklich ein Notfall, wo die Armen ihr Frauchen verloren hatten und auch jetzt noch die Wohnung geräumt wird. "Also..“ sagte ich „bring mir die Mäuse, es wird schon irgend wie gehen."

Wir räumten unsere Datsche für die drei Neuankömmlinge etwas wohnlich ein, besorgten noch Fressnäpfe, Katzenstreu , Futter und was sonst noch dazu gehört.

Es war der 27. März 2004 ca. 14.00 Uhr als Gabriela nochmals anrief. „Wir haben jetzt die Vier, müssen aber erst mal schauen wo wir Nr. 4 hinbringen, denn dieses Katze ist 18 Jahre alt und sieht nicht besonders aus. Eine Seniorenpflegestelle gibt es zur Zeit keine.“
"Gabriela, wenn du uns die drei bringst, kannst Du auch noch die Vierte bringen. Sie kennen sich und warum soll die Vierte einen so ungewissen Gang gehen. Also gib Gas und komm jetzt schnell vorbei, denn mir müssen noch weg."
Also kamen Gabriela und Günter mit vier Transportkörben und ließen eine Katze nach der anderen raus.

Es zogen in unsere Datsche nacheinander drei Siam-Katzen und etwas Schwarzes, was dick und rund war, wie ein „Fußball auf vier Beinen“ ein.

Ich fand ja die drei Siams nicht gerade besonders nett, zumal wir bis zu diesem Zeitpunkt nur "normale Katzen" und keine edlen Tiger besessen haben. Sie waren dünn, hochbeinig und sehr mitteilungsbedürfig, also keine normale Katzen, dachte ich. Ich wurde jedoch jeden Tag eines besseren belehrt! Die Siams waren eine eingeschworene Familie, mit sehr viel Charme und ich kann nicht beschreiben, wie schnell mir diese Tiere ans Herz wuchsen.
Auch dieses schwarze Etwas nahm nach ca. 4 Tagen erstmals Kontakt mit mir auf - aber sie war von der Siamgemeinschaft weit entfernt. Die waren eine Familie für sich - und Mucki war für sich allein.

Der Familie Siams ging es immer besser, aber Mucki wurde von Ihnen nur geduldet. Obwohl Sie doppelt so alt war wie Siam-Papa Sammy und Siam-Mama Cindy wurde Sie von Ihnen nicht akzeptiert. Mäuschen, die Tochter von den Zweien, war auch nicht gerade nett zu ihr und besonders wenn es ums Futter ging, waren Cindy und Mäuschen immer die Ersten und sich einig. Kater Sammy, ein wahrer Matscho bekam sein Futter immer separat auf der Couch. Er aß nicht mit den Damen.

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