Sie sind hier:

Picasso und Rasputin

Blacky

Vergessene Katzen

Mausi & Rambo

Mimi

Lucky

Freitag

Kimba

Mucki

Fiene & Campari

Allgemein:

Startseite

Aktuell

Beitrittsformular

Gästebuch

altes Gästebuch

Kontakt

Impressum

Sitemap

Rasputin wurde von Elke am nächsten Tag direkt in die Tierarztpraxis verbracht. Es bedurfte noch nicht einmal einer Narkose, um den Kater zu scheren. Er war sanft und lieb wie ein Lamm und ließ die ganze Prozedur über sich ergehen. Was übrigblieb, war ein wirklich trauriger und peinlicher Anblick. Bis auf die Beinchen, den Kopf und den halben Schwanz waren alle Haare weg
und auf der Haut konnte man die beginnenden Ekzeme sehen.
Ebenfalls kam zum Vorschein, wie dünn das Tier wirklich war. Es war ein echtes Trauerspiel. Elke cremte den Körper und besorgte Spezialfutter für Haut und Fell.
Picasso wurde ebenfalls durch Schur von seinen Knoten befreit, wobei er hinterher zwar auch merkwürdig aussah aber noch „Fell am Leib„ hatte. Wir stellten uns darauf ein, daß die beiden einige Zeit bei uns verbringen würden, denn so waren sie fast nicht vermittelbar.

Und dann kam alles ganz anders:
Ein Ehepaar, daß sich für einen kleinen schwarzen Kater interessierte, wurde von der Tierarztpraxis Hüby/Wüstenberg an Elke Bovi verwiesen und vereinbarte sofort einen Termin mit Elke. Die beiden hatten seit über 10 Jahren ein Perserpaar, und zwar Mutter und Sohn. Die Katze war vor kurzem verstorben und sie suchten jetzt für den Kater einen Kameraden.
Picasso und Rasputin zeigten den berühmten 7. Sinn, den man Katzen immer nachsagt und schmissen sich regelrecht auf das Ehepaar und ließen nicht mehr locker. Was soll ich weiter dazu sagen?
Vielleicht war es wirklich nur Zufall, daß sich die Frau schon immer eine rote

und er schon immer eine schwarze Katze gewünscht haben, vielleicht war es auch nur Zufall, daß vor über 10 Jahren ihre alte Perserdame im gleichen Zustand war wie jetzt unser Rasputin, vielleicht war es Zufall, daß sie, obwohl sie in Köln-Mitte wohnen zu einem unserer Tierärzte nach Kalk gehen und der sie ausgerechnet dann zu Elke Bovi schickt.Vielleicht hatten aber auch Picasso und Rasputin einen Katzenschutzengel, der dem Elend der beiden endgültig ein Ende setzen wollte.

Ich habe nach ca. 14 Tagen die Perser im neuen Zuhause besucht und dabei Rasputin das erste Mal geschoren gesehen und Picasso in seinem „Punkerverschnitt„ den er jedoch erhobenen Hauptes trug. Ricardo, so heißt der graue Perser des Ehepaares, ist einer der gepflegteste Perser, den ich je gesehen habe, aber, so meinte Frau W. kommen sie in ein paar Monaten wieder, dann sind die beiden genauso schön. Sie cremen Rasputin ein und pflegen seine Haut und sein Fell mit weichen Babybürsten.

Es gibt Futter vom Feinsten, Nase und Augen werden freigehalten von Tränen und Schmutz. Mitten im großen Wohnraum steht ein riesiger selbstgebauter Kratzbaum mit großen Sitz- und Liegeflächen und Höhlen und Spielzeug.
Die Wunden und Schorfstellen auf der Haut von Rasputin waren bereits gut verheilt und ein leichter Schimmer von nachwachsendem Fell war zu sehen. Die beiden fühlen sich wohl und mit dem Hausherrn Ricardo waren auch die Anfangsschwierigkeiten ausgetragen.
Jeden Tag 15 bis 20 Minuten Fellpflege, das muß schon sein, so sagt Herr Weiser, einmal pudern pro Woche und dann kann erst gar nichts so verknoten. Das muß man sich eben vorher überlegen, wenn man sich Langhaarkatzen nimmt, dann braucht man die Zeit. Picasso und Rasputin müssen sich erst einmal daran gewöhnen, daß Pflege zum regelmäßigen Tagesablauf gehört, mit der Zeit aber, so werden sie lernen es zu genießen.

Die Stammbäume der beiden habe ich im neuen Zuhause abgegeben. Diese sind für die neuen Besitzer uninteressant und kommen in die Schublade.
Ich bin wirklich beeindruckt von diesem Ehepaar, das einen kleinen Hauskater wollte und dann mit zwei total verwahrlosten Persern nach Hause fährt und selbst nichts außergewöhnliches dabei findet.
Die Eheleute Weiser sind heute Mitglied unseres Vereines und aus den beiden Persern sind regelrechte Prachttiere geworden.